Information und Diskussion

Ein Leben ohne Gesetze ist zwar denkbar, aber nicht erstrebenswert.
Es würde immer im Recht des Stärkeren über den Schwächeren enden. Willkür und Gewalt sind das Gegenteil von Recht und Ordnung.
Alles in unserem Leben unterliegt deshalb Gesetzen und Regeln.
Fast immer nützen sie uns, manchmal nerven sie aber auch.
Vor allem dann, wenn alles bis ins Detail von Regelungen durchsetzt wird. Davon können auch Angler erzählen.
Was aber ist nun wichtig und unbedingt beachtenswert für uns?
Wir wollen hier darüber informieren - einerseits.
Und zur Diskussion anregen, vor allem in moralischen und ökologischen Fragen - andererseits.
Dazu dienen die hier vorgestellten Texte und Gedanken.

Ein "heißes" Thema deshalb gleich zu Beginn: "C&R" = Catch und Release = Fangen und Freilassen

Catch & Release: Zum Wohl der Fische?
Catch & Release ist hierzulande ein heiß und emotionsgeladen diskutiertes Thema, welches seinen Weg längst in große Zeitungen und Magazine abseits der Angelszene gefunden hat. Immer wieder werden Fälle bekannt, in den Angler sich nach dem Zurücksetzen eines Fisches mit einer Anzeige wegen Tierquälerei konfrontiert sahen. Dabei sind die Urteile der Gerichte keineswegs einheitlich ausgefallen, was die Uneindeutigkeit der Lage zeigt. Im Zentrum der Diskussion steht die Frage, ob und inwiefern gefangene Fische unter der Prozedur leiden und welche rechtlichen Konsequenzen sich für Angler, die Catch & Release praktizieren, daraus ergeben. Bezieht man neben rechtlichen auch ethische und ökologische Kriterien in die Diskussion mit ein, zeichnet sich ein differenziertes Bild von der Situation.

Ein sehr differenziertes Bild zum Thema liefert ein Beitrag im Angelmagazin.de.
Hier der Link zur sehr informativen Webseite: Catch und Release -Beitrag Angelmagazin.de (Gesamtbeitrag)

Daraus ein Auszug:

Welche Auswirkungen hat Catch & Release auf den Fischbestand?

Abgesehen von negativen Folgen für einzelne Fische kann sich Catch & Release positiv auf den Fischbestand eines Gewässers auswirken. Denn es ist unstrittig, dass die Entnahme von Fischen in (stark) befischten Gewässern zu einem Rückgang der Population führt. Als Beispiel soll hier das Karpfenangeln dienen: Angenommen, eine kleine Kiesgrube wird von Frühjahr bis Herbst wöchentlich von 5 Karpfenanglern befischt. Auf 20 Wochen gesehen macht dies 100 Ansitze. Wenn man nun davon ausgeht, dass jede zweite Sitzung mit dem Fang von durchschnittlich zwei Karpfen gekrönt wird, macht das 100 Karpfen jährlich. Eine Entnahme dieser laichreifen Fische würde die Population des kleinen Sees innerhalb kürzester Zeit vernichten.

Ganz ähnlich verhält es sich mit bedrohten und seltenen Fischarten, deren Zurücksetzen für die Bestands- und Arterhaltung im jeweiligen Gewässer notwendig ist. Angesichts der Tatsache, dass über 90 Prozent der heimischen Flussfischarten auf der roten Liste der bedrohten Tierarten stehen, kann ein behutsames Zurücksetzen des Fangs einen Beitrag zur Arterhaltung leisten. Denn so bleiben wertvolle Laichfische erhalten und eine Vererbung von hohen Wachstumspotenzialen kann gesichert werden.

Nächstes heißes Thema: Setzkescher

Setzkescher in Bremen
Einsatz Setzkerscher erlaubt: NEIN
Zitat:
“Der Einsatz vom Setzkescher und das Hältern von lebenden Fischen ist in Bundesland Bremen gesetzlich verboten.”
Auszug aus dem Bremischen Fischereigesetz – unter § 19 Fischereirecht, Naturschutz und Tierschutz :
“(4) Wettfischen, fischereiliche Veranstaltung mit Wettbewerbscharakter sowie die Lebendhälterung gefangener Fische in Setzkeschern sind verboten.”
Quelle: Fischereigesetz Bremen



Setzkescher in Niedersachsen
Einsatz Setzkerscher erlaubt: NEIN
Zitat:
“Die Nutzung eines Setzkeschers für den einzelnen privaten Angler ist nicht gestattet. Der Einsatz ist nur für Hegezwecke gestattet, bei denen die Fische in andere Gewässer gesetzt werden.“ “Auch die Verwendung von Schonsetzkeschern gemäß den Anforderungen der Anlage rechtfertigt die Hälterung geangelter Fische, die zum Verzehr bestimmt sind, nicht. Da eine Lebendhälterung nachweislich mit „Stress“ (Leiden) verbunden ist, stellt die Verwendung eines Setzkeschers zwecks Hälterung geangelter Fische zum Verzehr einen Verstoß nach § 1 i.V.m. § 2 TierSchG dar.”
Quelle:Niedersächsisches Merkblatt mit Hinweisen und Empfehlungen zur Verwendung von Setzkeschern in der Angelfischerei (V-19-01 17.06.2019)


Setzkescher in Hessen
Einsatz Setzkerscher erlaubt: JA
Zitat:
“Setzkescher müssen mindestens 3,50 m lang sein und einen Ringdurchmesser von mindestens 0,50 m aufweisen; sie sind durch geeignete Vorrichtungen auf ganzer Länge gegen das Zusammenfallen zu sichern. “
Quelle: Hessische Fischereiverordnung (§ 6 Verwendung von Setzkeschern) Hessische Fischereiverordnung